14.07.2016 | Marktforschung

Was kann strategische Marktforschung heute leisten?


Bringt Marktforschung echte Erkenntnisgewinne oder liefert sie Trivialitäten? Technomarketing-Antworten zu einer spannenden Frage.

Kundennähe und Marktkenntnis machen Unternehmen signifikant erfolgreicher.

Unbestritten ist, dass differenziertes, tiefes Wissen über Kunden und Märkte der Schlüssel zum Unternehmenserfolg schlechthin ist. Jim Collins, ein renommierter Forscher über langfristigen Unternehmenserfolg, hat empirische Kreativität als einen der drei wichtigsten Faktoren für langfristigen Unternehmenserfolg herausgearbeitet. Damit bezeichnet er die fanatische Suche nach empirischen Informationen, um kreative Ideen zu generieren und Entscheidungen und Aktivitäten abzusichern.

Harte Fakten sowohl als notwendige Basis von Kreativität als auch zur Risikominimierung.

Collins  und andere Forscher zeigen, dass erfolgreiche Unternehmen in ihren Entscheidungen Intuition mit einem Höchstmaß an objektivierter Information und Rationalität verknüpfen. Sie gehen davon aus, dass erst auf Basis "empirischer Intelligenz" Intuition besonders positiv wirksam werden kann.

Vermeidung von Selbstgewissheit: Wir wissen ohnedies alles.

Collins zeigt auch sehr genau, dass die langfristig erfolgreichen Unternehmen durch eine nahezu paranoide Sucht nach Information und Objektivierung ihre Risiken signifikant reduzieren. Diese Unternehmen sind, was externes Marketing Research betrifft, selbstbewusste Auftraggeber; sie ergänzen nicht nur ihre exzellente interne Information über Kunden und Märkte, sondern ihre eigenen Ansichten und kontrollieren auch ihr "Bauchgefühl".

Erfolgreiche Unternehmen suchen nach Erkenntnis – strategische Marktforschung auch.

Probleme der Kunden zu entdecken und Bedürfnisse aufzuspüren, sind klare Ziele für externe Industriemarktforschung. Top-Unternehmen gehen in ihrem Anspruch jedoch einen Schritt weiter: Sie streben Erkenntnisse über latente Probleme und Bedürfnisse an. Nur über bestehende "Probleme" von Kunden Bescheid zu wissen, reicht da nicht mehr. Es geht um die Entdeckung von "Kundenproblemen", die sie selbst noch gar nicht kennen – für die es aber Lösungen geben kann.

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